Junket : das vergessene Dessert

Das klingt wirklich sehr interessant. Habe ich noch nie gehört, muss ich aber unbedingt einmal ausprobieren. Danke für die Anleitung!

lamiacucina

Junket 0_2009 10 18_3132

Es war einmal ein einfaches, gutes Dessert, das sich vor vielen, vielen Jahren hierzulande während Notzeiten einer bescheidenen, aber steten Nachfrage erfreute: Junket. Schon der englische Name Junket weist auf dessen Herkunft hin: Käsebruch, Quark, gewonnen aus mit Junket (Rennet, Lab) Tabletten verdickter Milch, versetzt mit Zucker, Früchten. Mit dem Wirtschaftsaufschwung war Schluss damit.  Yoghurt, ursprünglich aus dem Morgenlande stammend, in Fabriken fixfertig in mindestens neunundneunzig Geschmacksrichtungen und drei Fetthaltigkeitsgraden kunstvoll zubereitet (das sind 297 Sorten), verdrängte den hausgemachten Junket hierzulande vollständig. Mehr noch, er scheint aus dem kollektiven Gedächtnis der deutschsprachigen Nationen ausradiert worden zu sein. Auf das weist jedenfalls das Ergebnis meiner Suche in Apotheken, Drogerien und im Internet hin. In Foren hin und wieder verzweifelte Suchanfragen nach Junkettabletten. Vereinzelt sieht man Junkettabletten aus Direktimporten bei e-bay zur Versteigerung angeboten. Das wars.

In einem entlegenen Winkel des Emmentals bin ich nach langer Suche fündig geworden. Labtabletten aus Deutschland, für die Heimkäserei bestimmt. Viele der angefragten Apotheker und pharmazeutischen Assistentinnen scheinen übrigens noch nie…

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2 Kommentare zu “Junket : das vergessene Dessert

  1. Hallo Maria
    Dieses leckere Dessert kenne ich noch aus meiner Jugend. Meine Mutter hat dazu Rohmilch ohne jeglichen Zusatz bei Zimmertemperatur über Nacht dick werden lassen und dann mit Früchten aus unserem Garten „verfeinert“ hat.
    Bei uns hieß das Dessert „Bruch“ in Anlehnung an die gebrochene Konsistenz.
    Ein Freundin von mir bereitet es heute noch genau so zu.
    Herzlichen Dank für deine immer wieder wunderbaren Newsletter.
    Eine treue Leserin
    Heide

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