Mehr Platz für „Ich werde“.

Eindringlich schön.

Alexandra Pater

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Ich habe Angst, die Worte zu verlieren. Angst, meine Worte zu verlieren. Ich möchte schreien gegen die Angst und schreiben gegen die Angst und mir die Worte zurückholen, die wehtun werden. Ich möchte meinen Kompass neu kalibrieren. Ich möchte nicht nur die Augenbinde abnehmen, sondern gleich auch die Brille putzen, die mir dabei helfen könnte, nicht nur etwas zu sehen, sondern klarer. Ich möchte nicht mehr den Schlaf des Ungerechten schlafen – und schon gar nicht das Ungerechte verschlafen. Ich möchte Nein sagen und Stopp, ich möchte Trennungslinien ziehen (mit dem dicken, roten Filzstift und nicht mit dem stumpfen Ikea-Bleistift) und widersprechen. Ich möchte vehementer sein und nicht mehr bereuen. Zumindest nicht mehr meine Wort- und Sprachlosigkeit, mein Nichtssagen, mein Resignieren, mein Hinnehmen. Ich möchte mein Stolpern und mein Straucheln akzeptieren können, aber nicht meine Totalausfälle. Ich möchte meine „Jemand sollte mal…“s abschaffen und mich vor „Wir müssen eigentlich…“ hüten…

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