Talent statt Geld (Konsument 10/2015)

Talentetausch – eine Möglichkeit sich ein wenig unabhängiger zu machen von der schönen Konsumwelt.

Susanne Wolf, Journalistin und Autorin

Immer mehr Menschen suchen Alternativen zum herkömmlichen Konsumdenken, Nachbarschaftshilfe und Tauschkreise boomen.

Suche Babysitter, biete Verleih von Haushaltsgeräten“. So oder ähnlich könnte das Angebot auf einer Plattform für Nachbarschaftshilfe aussehen. Die Idee dahinter: Menschen zu vernetzen und Ressourcen zu teilen. Das kann einfach über eine Website geschehen, wo Nachbarn sich austauschen oder über organisierte Tauschkreise, wo Waren und Dienstleistungen auf der Basis einer symbolischen Währung getauscht werden.

Österreichweite Projekte Die Idee dahinter ist nicht ganz neu: Bereits Anfang der 80er-Jahre richtete der Arbeitslose Brite Michael Linton den ersten LETS (Local Exchange Trading System)-Tauschkreis ein, die Idee verbreitete sich schnell über Europa und die USA. Den Wert der Arbeit bestimmt in diesen Systemen vor allem der Zeitaufwand, nicht andere wirtschaftliche Faktoren. Damit hinterfragen die Tauschkreise traditionelle Wirtschaftsformen, definieren Arbeit neu und bewerten den Menschen in erster Linie nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Im LETS-Tauschkreis Wien gilt der Grundsatz, dass unabhängig…

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2 Kommentare zu “Talent statt Geld (Konsument 10/2015)

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