Wie du deine “Ich-muss”Sätze minimieren kannst

Gefunden am Blog „Frau Momos Minimalismus“

Das Problem beim „Ich muss“ ist, dass es eine Art künstliches Gefängnis ist, in das wir uns selbst einschliessen. Oft bestehen dieses Müssens aus unseren Erwartungen und Ansprüchen an uns selbst, dann wieder denken wir, dass andere etwas von uns erwarten. Doch diese Erwartungs- und Anspruchshaltung versperrt uns den Blick auf Alternativen: Was würde denn passieren, wenn ich heute nicht mehr auf die Post gehe und der Brief einen Tag später ankommt? Oder wenn ich heute nicht mehr einkaufe, sondern einfach einmal meinen Vorratsschrank plündere?

hier gehts zum Beitrag

Eigene Gedanken

Ich bin ja so ein Widerstandsgeist und dieses „Ich muss“ tut mir gar nicht gut.

Daher habe ich mich vor langer Zeit bereits entschieden „ich will“ bzw. „ich möchte“ zu verwenden. Das fühlt sich doch gleich ganz anders an! Denn dann ist es meine Entscheidung.

Es gibt viele Gründe etwas zu wollen, auch wenn es nicht Spaß macht, der Fokus richtet sich dann nämlich auf das, was mir wichtig ist. Sicher mag ich nicht so gerne die Küche aufräumen, aber ich freue mich über eine saubere Küche. Also MÖCHTE ich die Küche aufräumen.

Das entscheidende ist, dass ich dadurch aus der passiven „an meinen Fäden wird gezogen“ Rolle in eine aktive Position komme, wo ich selbst die Entscheidungen treffe.

Advertisements

8 Kommentare zu “Wie du deine “Ich-muss”Sätze minimieren kannst

  1. Hallo Maria,
    deinen Gedanken kann ich nur zustimmen. Besonders in deiner Beschreibung. Für mich fühlt sich vieles so an, als ob ich gefangen bin in diesem, zur Vereinfachung: Hamsterrad. Und ich würde so gern meine Werte mehr leben, aber was mich am meisten davon abhält, zumindest hab ich das Gefühl, ist das Geldverdienen müssen. So viel Zeit dafür zu opfern um unter dem Scheffel von jemanden zu stehen, dessen Ziele mir nicht wichtig sind.

    Deshalb meine Frage, wie verdienst du dein Geld? Wie hat sich das geändert vor und nach deiner Umsetzung Widerstand zu leisten?

    Liebe Grüße
    Bettina

    • Hallo Bettina!

      Deine Gefühle kann ich sehr gut nachvollziehen, es ist nicht so einfach, wenn man finanzielle Verpflichtungen hat.

      Ich habe mich schon vor sehr langer Zeit dafür entschieden, nicht 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, damit ich mehr Zeit für mein Leben, damals insbesondere meine Kinder habe.

      Ich habe alle Ausgaben reduziert und versucht mein Leben so zu gestalten, dass ich mit weniger Geld auskomme.

      Mir war und ist die Zeit mit den Menschen, die ich liebe, einfach wesentlich mehr wert.

      Für mich hat das im nachhinein gar keinen Verzicht bedeutet, denn das Leben hat immer mehr so ausgesehen, wie ich es gerne habe.

      Die Aktivitäten, die kein Geld kosten, haben mir immer mehr bedeutet. Ich gehe viel lieber in die Natur als mich in das Gewühl eines Einkaufszentrums zu stürzen (beispielsweise)

      Selbst zu kochen schmeckt mir besser als Fertiggerichte oder in ein Gasthaus zu gehen.

      Insgesamt brauche ich jetzt in meinem Leben viel weniger Geld als früher. Dafür fühle ich mich viel wohler so wie es jetzt ist.

      Ich hoffe, dass Dir das ein wenig weiterhilft.

      lg
      Maria

      • Guten Morgen Maria,

        danke für deine Antwort.
        Diese kleinen Schritte gehe ich auch gerade. Daheim mehr kochen, keine unnötigen Ausgaben machen ect. Daher konnte ich vor ein paar Monaten von 40 auf 32 Stunden (eigentlich wollte ich noch mehr, auf 28, aber das ging in der Firma nicht) verkürzen. Aber selbst das ist mir zu viel Zeit und da ich in München wohne, sind die Fixkosten auch hoch. Aber ich werd mir weiterhin dazu Gedanken machen und vllt. zieht mein Freund ja in den nächsten Jahren auch mit mir um. Nicht alles einfach unter den Hut zu bringen. Aber das weißt du sicher mit Kindern genauso. Wie haben die das aufgenommen? Waren die da schon älter? Wieviel arbeitest du, wenn man fragen darf? Und macht dir das Spaß?

        Liebe Grüße
        Bettina

      • Hallo Bettina!

        Nein, das war meine Entscheidung als ich nach der Karenz wieder arbeiten ging (liegt also 17 Jahre schon zurück!!!)

        Mein derzeitiger Plan ist weiter zu reduzieren und nur noch 20-25 Stunden für Geld zu arbeiten.

        Meine Arbeit ist ein Kompromiss, denn mit dem, was mir wirklich Spaß macht, kann ich (noch) kein Geld verdienen. Daher arbeite ich so wenig wie möglich für das notwendige Geld und habe dadurch mehr Zeit für das, was mir wirklich Freude bereitet.

        lg
        Maria

  2. Manche Sachen macht sich der Kopf auch komischerweise selber schlecht. Zum Beispiel gehe ich eigentlich total gerne ins Fitnessstudio, weil ich das Gefühl der Erschöpfung hinterher total mag – und trotzdem war ich ewig nicht mehr. Die Überwindung ist erst riesig und hinterher frage ich mich wieso…. ist beim Putzen ähnlich: Ich putze gar nicht ungern… Aber trotzdem mach ich das viel zu selten.

      • Ich liebe mein Studio, das ist aber auch mehr als ein klassisches Fitnessstudio, man kann da auch schwimmen, es gibt eine Sauna und ein Dampfbad. Für mich ist das deshalb so toll, weil ich mein Handy einschließe und wirklich mal nicht erreichbar bin, das passiert mir in der Natur irgendwie zu selten – da muss ich noch viel lernen…

      • Oh, ein Schwimmbad ist da auch dabei, was für ein Luxus! Das würde mir auch gefallen!

        Wenn ich in der Natur unterwegs bin, nehme ich kein Handy mit. Ich muss wirklich nicht immer erreichbar sein.

        lg
        Maria

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s